Der Europäische Gerichtshof verbessert den Status der Verbraucher für Kundendienstleistungen

Im Kontext von Gewährleistungsansprüchen werden Verbraucher bei mangelhafter Lieferung und spätere zwingende Inanspruchnahme von Kundendienst Leistungen gestärkt. Demnach müssen Verbraucher, die eine mangelhafte Ware geliefert bekommen haben und diese bereits montiert oder eingebaut haben, nicht die Kosten für Ersatz und Montage tragen. Dies Kundendienstleistungen, wo Kosten bisher teilweise auf den Kunden übergeben wurden, müssen nun von dem Vertragspartner also der liefernden Firma übernommen werden.

Der Europäische Gerichtshof hatte zwei Fälle über Gewährleistung und Kundendienst zu entscheiden (Urteil v. 16.06.2011, Rs. C-65/09 und Rs. C-87/09), in denen es um fehlerhafte Fliesen und Spülmaschine ging, welche ebenfalls defekt war.

Zwar gibt es im deutschen Recht den Begriff der Gewährleistung nachdem defekte Waren innerhalb von zwei Jahren nach Kauf, repariert bzw. im weiteren Verlauf auch ersetzt werden müssen, jedoch war die Kostenübernahme bisher Aus- und Weidereinbau bisher so nicht geklärt. Kundendienstleistungen werden für die Endkunden damit verbessert, da hier auf Vertragserfüllung gepocht wird. Nach Meinung des EuGH hätte die Firma die Ware im korrekten Zustand liefern müssen.